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Impfaktionen in Westafrika

UNICEF will vor Kinderlähmung schützen

Genf (epd). UNICEF will rund 53 Millionen Kinder in acht westafrikanischen Ländern gegen die wieder aufkommende Kinderlähmung (Polio) impfen. In Benin, Burkina Faso, der Elfenbeinküste, Ghana, Mali, Niger, Nigeria und Togo sollen alle Mädchen und Jungen unter fünf Jahren erreicht werden, teilte das UN-Kinderhilfswerk mit.


Bild zur Nachricht
Foto: UNICEF

Rund 162.000 trainierte Helfer sollen bis 30. März Haushalte und Schulen aufsuchen, um die Schutzimpfungen vorzunehmen. Im vergangenen Jahr brach im Norden Nigerias die Kinderlähmung aus, das Virus verbreitete sich später in sechs weiteren Ländern Afrikas. Der Schwerpunkt der UNICEF-Kampagne liegt in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Zu Beginn des Ausbruchs 2008 waren Nigeria sowie Afghanistan, Indien un Pakistan die einzigen vier Länder weltweit, in denen die Kinderlähmung laut UNICEF noch auftrat. Im Jahr 1988 grassierte das Virus den Angaben nach in 125 Ländern.

Polio ist eine hochinfektiöse Krankheit, die vor allem Kinder unter fünf Jahren befällt. Das Virus wird durch Wasser, Nahrung und Exkremente übertragen. Die Infektion kann zu Lähmungen führen, normalerweise sind die Beine betroffen. Lähmungen der Atemmuskeln können zum Tod führen.

Internet: www.unicef.de


pfeil  Mehr Geld für Hilfswerke: Neuer Anlauf zur Ausrottung der Kinderlähmung

(Freitag, 27.02.)

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