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Stiftung präsentiert Studie

Reformbedarf bei sozialer Gerechtigkeit

Gütersloh (epd). Deutschland hat im Vergleich zu anderen westlichen Industriestaaten Nachholbedarf bei der Schaffung sozialer Gerechtigkeit. Defizite gebe es auf dem Arbeitsmarkt sowie in den Bereichen Bildung und Integration, erklärte die Bertelsmann Stiftung bei der Vorstellung einer internationalen Vergleichsstudie.


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Die besten Bewertungen erhielten laut der Erhebung die skandinavischen Staaten. Deutschland liegt im oberen Drittel. Für die Studie untersuchten internationale Wissenschaftler anhand von rund 150 Indikatoren den Reformbedarf von 30 Industriestaaten auf den Politikfeldern der Nachhaltigkeit.

Als Kritikpunkte für Deutschland nennt die Studie eine wenig nachhaltige Gesundheitsreform, Mängel in der Kleinkinderbetreuung und eine hohe Arbeitslosigkeit. Auch die geringen Bildungschancen für Menschen aus Migrantenfamilien sowie ein kompliziertes und undurchsichtiges Steuersystem werden kritisiert. Insgesamt sei Deutschland für die Herausforderungen durch die Globalisierung vergleichsweise gut aufgestellt, hieß es. Untersucht wurden 30 Staaten, die Mitglieder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind.

Ein entscheidender Faktor bei der Bewältigung der Herausforderungen durch die Globalisierung sei vor allem «die Kunst des Regierens», erklärte die Bertelsmann Stiftung. So erzielten Staaten mit einer hohen Demokratiequalität und einer Einbeziehung gesellschaftlicher Akteure eindeutig nachhaltigere Politikergebnisse. Die Länder der Spitzengruppe zeichneten sich zudem durch hervorragende Management-Leistungen ihrer Regierungen aus. Soziale Gerechtigkeit werde nicht vorrangig durch Wirtschaftswachstum, sondern durch gutes Regieren in einer guten demokratischen Ordnung gefördert.

Internet: www.bertelsmann-stiftung.de


(Dienstag, 24.02.)

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